Anmutung und Absicht

Der gesellschaftlich wichtiger werdende und sich deutlich verändernde Entwurf will gestaltet sein, und davon handelt die Entwurfsgestaltung. Sie kann als Katalysator neuer Verhältnisse wirken und rasche Probeläufe durch improvisierte Möglichkeitsräume erlauben. Sie ist bewusst provisorisch angelegt, und sie handelt vom Prozess. Sie regt an, löst auf, wirkt befreiend und zersetzend. Entwurfsgestaltung setzt nicht fest, sondern in Bewegung. Sie eröffnet Impulse, die man aufnehmen und weiterspinnen kann. Sie ermöglicht ein Verständnis von Arbeit als Erfindung, als Modell für die postindustrielle Zeit.

Entwurfsgestaltung nutzt Überlagerung und Transparenz, Farbpartikel auf Papier, Projektionen und Reflektoren, Schnüre und Latten, Spannung und Knoten, Angeln, Masten, Teppiche, Netze, Flügel, Kufen, Räder, Drähten, Stangen und Teleskope, Haken und Ösen, Gase und Hüllen, Bänder und Schirme, Segel und Anker. Und ganz selbstverständlich nutzt Entwurfsgestaltung die weite Domäne der Virtualität.

Die Forschungsgesellschaft für Entwurfsgestaltung sucht die Verbindung von Kunsthochschule und Kreativwirtschaft, von Bildung, Forschung, Wirtschaft und unternehmerischer Dynamik. Als Standort wählt sie das Dreispitz-Areal, im direkten Umfeld der Hochschule für Gestaltung und Kunst und einer wachsenden Anzahl weiterer potenzieller Partner. Im Dreispitz-Areal finden sich 380 Unternehmen mit 4000 Mitwirkenden, die es anzusprechen und in das Konstrukt Virtual Valley einzubinden gilt.