Medium der Stadtentwicklung

Im Zuge des Ausbaus unseres Standorts in Senones zu einem Forschungstheater haben wir mittels den umgerechneten Bildern einer Drohne ein Modell von unserem Städtchen gebaut. Ebenfalls haben wir alle Fassaden im Innenstadtbereich fotografiert und anschliessend perspektivisch entzerrt. Diese photorealistischen Fassaden können wir jetzt  im skizzenartigen Drohnen-Modell an strategisch wichtigen Stellen einsetzen.  Ebenfalls können wir Video-Interviews einbauen, dass also der mittels „greenscreen“ von seinem Bildhintergrund freigestellte Bäcker aus der Bäckerei tritt und sein Statement abgibt, oder dass eines unserer Animationstierchen auftritt. In Schaufenstern können beispielsweise auch Powerpoint-Präsentationen ablaufen, wenn man in der Nähe virtuell vorbeispaziert. Da kann man dann auch Abstimmungsangebote für die Besucher einbauen, die wählen können, ob ihnen die Version im linken oder rechten Schaufenster besser gefällt.

Die einzigartige Stadtentwicklungs-Qualität der VR ist sicherlich ihre Räumlichkeit – denn dass man da wirklich drin ist im Modell einer zukünftigen oder historischen Umgebung, das packt einfach zu und ist durch kein anderes Partizipationsmedium zu ersetzen. Nun wollen wir erforschen, ob es sich bei diesem vielschichtig aufgebauten, immersiven Dokumentations- und Interaktions-Medium um das perfekte Werkzeug für Stadtentwicklungsprozesse handeln kann, und wir wollen es entsprechend nutzen und verfeinern.